Kirchenmusik - besondere Veranstaltungen
Konzert
Das Herbstkonzert der Rixdorfer Kantorei
Es gehört zur Tradition der Rixdorfer Kantorei, dass neben den Aufführungen in der Adventszeit und in der Passionszeit auch immer eine Aufführung zur Herbstzeit erarbeitet wird. Dazu gehört dann auch eine Konzertreise. Die Kantorei ist auch in diesem Jahr wieder der Einladung für eine Teilnahme am Usedomer Musiksommer gefolgt.
Im Jahr 2007 wurde wieder einmal etwas Besonderes einstudiert. Es handelt sich um ein zeitgenössisches Werk, und es ist deshalb nicht verwunderlich, wenn die Aufführungen in der Magdalenenkirche in Neukölln und in der Heilige-Geist-Kirche in Moabit zugleich Berliner Erstaufführungen waren.
Das hier zu nennende Werk war die "Missa in Jazz" des Stuttgarter Komponisten Peter Schindler. Die Grundlage des Werkes ist die klassische Messe mit ihren lateinischen Texten. Peter Schindler ist es mit seiner Komposition jedoch gelungen, diese Texte durch seine Vertonung in der Gegenwart erfahrbar zu machen. Die Verknüpfung klassischer Stilelemente mit den modernen Rhythmen des Jazz geben dem Werk seine Energie. Grell und zart. Durch die eigenständige Begleitung eines Instrumentalensembles, das mit Saxofon, Orgel und Schlagzeug besetzt war, gewann das Stück zusätzlich an Intensität. Die Jazzelemente wurden von drei Ensemblemitgliedern, Hinrich Beermann, Martin Fonfara und Matthias Suschke, überzeugend dargeboten, und die Kantorei hatte anfangs durchaus Mühe, die Spannung zwischen den kraftvollen und aggressiven und den mehr lyrischen und schlichten Passagen des Stückes aufrechtzuerhalten.
Leidenschaftlich und hartnäckig die zahlreichen litaneiförmigen Wiederholungen und daneben Abschnitte mit einer stillen, balladenhaften Sanglichkeit und Inbrunst. Diese Spannung übertrug sich auf das Publikum, das den Klängen nicht nur lauschte, sondern sich von fordernden Rhythmen gefangen nehmen ließ. Da war es dann nicht verwunderlich, dass das Publikum in allen 4 Aufführungen (2 in Berlin, 2 auf der Insel Usedom) solange Beifall spendete, bis eine Zugabe erklang.
Dieser große Erfolg war so nicht zu erwarten, denn man war bei aller Freude über das erarbeitete Werk skeptisch in die Aufführungen gegangen.
Der Erfolg hat bekanntlich immer Mütter und Väter. An erster Stelle ist in diesem Zusammenhang unsere Kantorin, Anke Meyer, zu nennen. Mit viel Geduld, aber auch der erforderlichen Konsequenz hat sie die Kantorei an diesem Werk wachsen lassen. Das wurde auch vom Komponisten bestätigt, der bei 1. Aufführung in der Magdalenenkirche anwesend war. Aber auch die 3 Instrumentalisten dürfen nicht unerwähnt bleiben. Ihre vom Komponisten immer wieder geforderten Improvisationen, ihre souveräne Begleitung waren der Kantorei eine wertvolle Unterstützung und damit ein Garant für eine gelungene Aufführung.
Die Kantorei plant das Stück in der kommenden Saison erneut darzubieten. Sollten sie davon erfahren und das Stück bisher nicht kennen gelernt haben, so sollten sie diese Aufführungen nicht versäumen.
Es lohnt sich!
am Samstag, dem 21. April 2007, 18.00 Uhr
in der ANANIASKIRCHE, Wilhelm-Busch-Straße 12
zum 90. Geburtstag von Johannes Bobrowski und 300. Todesjahr von
Dietrich Buxtehude in Zusammenarbeit mit der
Johannes-Bobrowski-Gesellschaft e.V.
Musik von D. Buxtehude, N. Bruhns und Zeitgenossen Bobrowskis
Colloquium ab 14 Uhr
Vorträge:
Dr. des. Gunilla Eschenbach, Marbach: (Buxtehude)
Dr. Jan Bürger, Marbach: (Bobrowski und Jahnn)
Winfried Müller-Brandes, Berlin:
Die Schalmei aus dem Oberpositiv – Anmerkungen zu J.
Bobrowskis Erzählung D. B. H. aus der Sicht eines Organisten.
Prof. Dr. Jürgen Henkys, Berlin: Höherstimmen?
Zur poetologischen Orientierung in J. Bobrowskis Litauischen Clavieren
Colloquium u. Konzert sind Bobrowskis literarisch folgenreichem
Interesse für Barockmusik, namentlich aus der Zeit Dietrich
Buxtehudes, gewidmet. Buxtehude galt Bobrowski in Leben u. Schreiben
als 'Leitstern', wichtiger Anreger für Bobrowskis
Buxtehude-Rezeption war der Autor und Buxtehude-Forscher Hans Henny
Jahnn. In vier Vorträgen weisen Literatur- u.
Musikwissenschaftler die bislang kaum beachteten
literarisch-musikalischen Korrespondenzen des Dreigestirns Bobrowski -
Buxtehude - Jahnn auf, wobei erstmals die wissenschaftlichen
Erläuterungen direkt mit der konzertanten Aufführung
jener Werke verbunden werden, die Bobrowski inspiriert haben. Ebenso
kommen Vertonungen von Gedichten Bobrowskis zur Aufführung.

zum Mitmachen
Kantoreiprojekt und Konzertreise
Die Rixdorfer Kantorei
plant für den 14. bis 16. September 2007 ihre
alljährliche Konzertreise nach Usedom. Zur Aufführung
kommt die
MISSA IN JAZZ von
Peter Schindler.
Sie ist der Versuch, "mit Elementen des Jazz, der Improvisation und
einer pulsierenden Rhythmik diesen Worten" (Text der römischen
Messe) "… und Inhalten in einer Musiksprache des
neubegonnenen Jahrtausends zu begegnen" (P. Schindler 2001)
Besetzt ist dieses Werk neben dem vierstimmig gemischten Chor mit
Percussion, Saxofon und Klavier / Orgel. Geplant sind zudem zwei
weitere Aufführungen im Herbst in Berlin.
Sollten Sie an diesem Projekt Interesse haben, so können Sie
ab 19. Januar, freitags, 19.30 Uhr, Ananias-Kirche,
an den Proben der Kantorei teilnehmen.
Kontakt:
Kirchenmusikerin Anke Meyer

Rückblick 1: Erste Nordneuköllner Chorwerkstatt
Eine besondere und vor allem auch gelungene Veranstaltung war
die erste Nordneuköllner Chorwerkstatt. Etwa 80 Enthusiasten
aus Berlin und dem Umland trafen sich zu einem arbeitsreichen,
gutgelaunten musikalischen Tag, der am Ende von einem öffentlichen Konzert
gekrönt wurde.
Das Treffen fand in der Melanchthonkirche unter der Leitung von Anke
Meyer und Gesa Hüneke statt.
Rückblick 2: Passionskonzert
Die Wüste lebt
Neukölln hat in jüngster Zeit für zahlreiche
negative Schlagzeilen gesorgt. Die mit hoher Arbeitslosigkeit
zunehmende Verwahrlosung von Wohnquartieren lässt Angst und
Furcht aufkommen.
Es gibt jedoch in dieser Düsternis auch andere Zeichen!
Die Kirchenmusik der Kirchengemeinde Rixdorf hat am Vorabend des
Sonntags Judica ein deutliches Leuchtzeichen gesetzt.
In der Magdalenenkirche wurde am Sonnabend, dem 1. April, die
Johannespassion von Georg Gebel unter der Leitung von Anke Meyer zum
ersten Mal seit der Erstaufführung im Jahre 1748 in Rudolstadt
wieder öffentlich aufgeführt. Georg Gebel war zu
seiner Zeit ein hochgeschätzter Kapellmeister, Komponist und
Maler am Hofe zu Schwarzburg-Rudolstadt. Er ist mit seinen Werken
nahezu vollständig in Vergessenheit geraten. Seine Passion
nach dem Evangelisten Johannes "Der leidende, sterbende und begrabene
Jesus" ist als ein Stück bislang "unerhörter Musik"
wiedererweckt worden. Es ist den Solisten, einem kleinen Orchester mit
historischen Instrumenten und der Rixdorfer Kantorei zu danken, dass
diese längst fällige "musikalische Ehrenrettung" des
alten Meisters gelungen ist. Das Publikum - die Magdalenenkirche war
zwar gut gefüllt, aber es gab durchaus noch freie
Plätze auf den Emporen - lauschte gebannt der zwei Stunden
dauernden Aufführung und spendete am Ende den Interpreten
reichlich Beifall. Der Evangelist, gesungen von Kai Roterberg, Tenor,
meisterte seinen recht umfangreichen Part und trug mit seiner
Interpretation ganz wesentlich zum Gelingen des Werkes bei. Auch
Sebastian Bluth, Bass, als Jesus und Matthias Jahrmärker,
Bass, als Pilatus hinterließen mit ihren ausdruckstark
gesungenen Arien einen nachhaltigen Eindruck. Ganz wesentlich
für das Gelingen der Aufführung war auch das
Orchester. Die Klangfarben der historischen Instrumente, u. a.
Hörner, Oboen und eine Gambe, unterstrichen eindrucksvoll die
Dramatik des Geschehens. Sebastian Glöckner an der Orgel und
am Cembalo begleitete einfühlsam Chor und Orchester und schuf
damit die Grundlage für dieses Hörerlebnis. Neben
schlichten Chorälen, die damit das unerhörte
Geschehen unterstrichen, hatte die Kantorei zahlreiche dramatische
Zwischenstücke zu singen. Bei einigen Chorälen wurde
die Kantorei vom Kinderchor unterstützt, was nach Aussagen aus
dem Publikum eine wirkungsvolle Bereicherung des Klanges darstellte.
Dass ein Laienchor dieses schwierige Meisterwerk aus der
Bach-Telemann-Generation gemeistert hat, ist dem unermüdlichen
Einsatz und der Motivationskunst Anke Meyers zu danken. Ihr Wirken war
der wesentliche Eckstein für das Gelingen der
Aufführung. Aus zahlreichen Gesprächen, die ich nach
der Aufführung mit Besuchern führte, waren nur
lobende Worte zu hören. Immer wieder wurde Dankbarkeit
für das Klangerlebnis geäußert und allen
Interpreten und dem Chor Hochachtung für die gebotene Leistung
gezollt.
Ein gelungener Abend, der ein Leuchtzeichen in der dunklen medialen
Darstellung dieses Stadtteils darstellte.
G. Bitterling

Rückblick 3: Kantorei "im Gefängnis"
Aus der Tiefe rufe ich zu dir – Wer sind wir?
Immer haben Menschen über sich nachgedacht
und sich die Frage gestellt:
Wer bin ich? Jeder Mensch steht einmal in seinem Leben so sehr im
Dunkel, dass er sich
fragt: Wer bin ich? Alles Gewohnte wird in Frage gestellt, auch unser
Leben als Person…
Mitten im Advent haben sich die Mitglieder unserer Kantorei auf den Weg
nach Moabit gemacht. Sie besuchten die Justizvollzugsanstalt, in der
über 1000 Inhaftierte auf ihr Urteil warten. Die Kapelle
bietet Sitzplatz für 90 Männer, und die waren
gekommen – jeder einzelne uns fremd, viele skeptisch,
verschlossen, erwartungsvoll oder gelangweilt… und wir?
Wir
waren unsicher und uns der Tatsache bewusst, dass niemand aus unserem
Kreis in der Lage ist, sich in diese Menschen hineinzuversetzen! Welche
Textzeile, welche Musik, welche Stimmung ist hier passend? Von jedem
etwas? Möglichst wenig christlich, um die vielen
Andersgläubigen oder Konfessionlosen nicht zu irritieren? Wir
sangen in einer Kapelle, die sich die katholischen und evangelischen
Gefängnisseelsorger eingerichtet haben, und wir sangen als
Chor der evangelischen Kirchengemeinde Rixdorf, und wir sangen im
Advent, einer der kompliziertesten Festzeiten unseres
Kirchenjahres…Neben den für uns tradierten
Adventsweisen stellten wir ins Zentrum unseres Konzertes eine Vertonung
des Psalms 130.
"Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir. Herr, höre
meine Stimme." Unsere Sorgen,
unsere Schuld hinausschreien in Gottes Ohr, unsere Angst mit Namen
nennen - das
können und dürfen wir. Denn Gott hat Ohren
für Schreie aus der Tiefe. Er hat Sinne für Klagen
ohne Stimme. Er spricht Verzweifelte frei…
Die Ruhe und Konzentration, die zunehmende Bereitschaft der
Männer, in Liedstrophen einzustimmen oder ein Amen
mitzusprechen, die Bewegung in vielen Gesichtern wahrzunehmen
– all das war für uns erschütternd und
frohmachend zugleich. Eine Sängerin meinte im Anschluss, keine
Christvesper werde ihr den Gehalt von Weihnachten so nahe bringen
können, wie dieser Nachmittag. Für einige der
Chorsänger bedeutete es eine echte Überwindung, den
beklemmenden Einlass mit den Sicherheitskontrollen über sich
ergehen und sich ständig neu durchschließen zu
lassen. Aber alle spüren noch heute: Wir sind beschenkt
worden, so kitschig und abgegriffen dieses
„Kirchendeutsch“ für uns klingen mag. Und
wir, die wir auch des Trostes bedürfen, sind mit der starken
Aussage des Psalms aufgerichtet worden:
" Wenn du, Herr, Sünden anrechnen willst - Herr, wer
wird vor dir bestehen? Bei dir ist die Vergebung. Ich warte auf den
Herrn und hoffe auf sein Wort".
Gott nimmt uns an so, wie wir sind. Er heißt nicht alles gut,
was wir tun. Aber er nimmt uns bedingungslos an. Darum haben wir guten
Grund zu hoffen. Darum lohnt es sich zu leben und nach vorne zu
schauen. Und wenn wir dann noch einen Menschen haben, der zu uns steht,
der uns sagt: Ich brauche dich, ich warte auf dich, ist das ein
besonderes Geschenk.
Aus seiner Tiefe heraus hat Dietrich Bonhoeffer im Dezember 1944 ein
Lied geschrieben, das wir zum Schluss gemeinsam mit den Inhaftierten
sangen: "Lass warm und hell die Kerzen heute flammen, die du in unsre
Dunkelheit gebracht, führ, wenn es sein kann, wieder uns
zusammen. Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht. Von guten
Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen
mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiß
an jedem neuen Tag".
Anke Meyer (Kursiv: Zitate
aus der Andacht zum 130. Psalm)

Rückblick 4: Konzertreise
Ans Meer gelockt... (Chorfahrt im September 2006)
wurden wir schon im letzten Jahr, als uns nach dem Konzert in der
Zinnowitzer Kirche im Gemeindesaal eine Einladung für das
nächste Jahr ausgesprochen wurde. Da wir so wohlwollend
behandelt wurden, hatten wir gar keine andere Chance, als dieser
Einladung Folge zu leisten.
Wo das Meer oft schäumend und gewaltig auf den Strand trifft
und der Wind sein Brausen dazu tut, können wir schwerlich nur
seichte Liedlein trällern, war vielleicht das Motiv unserer
Kantorin, als sie das Programm für die Chorreise
zusammenstellte und uns erst einmal rhythmisch ungewohntes schmackhaft
machen musste. "Musik von Gestern" – Konzert für
Chor Tasten und Saxofon, war die Herausforderung, mit der wir uns die
nächsten Wochen beschäftigen wollten.
Kirchenmusik ist ein reichhaltiges Gebiet, wie wir immer wieder an der
Auswahl der Noten durch unsere Kantorin erfahren können. Zum
Teil jazzig und swingend, mit Saxofonbegleitung, war in diesem Jahr
eine neue Erfahrung, die wir machen durften.
Nachdem wir in Berlin schon einige Wochen geprobt, die Sommerferien
hinter uns gebracht hatten, ging es Mitte September dann endlich los
Richtung Usedom. Wohnen, und uns mit reichhaltigem
Frühstücks- und Abendbrotsbüffet versorgen
lassen, taten wir katholisch, in einem Erholungsheim des Erzbistums
Berlin, in Strandnähe. Singen hingegen, gingen wir
evangelisch. Praktizierte Ökumene, wie sie uns auch aus
Rixdorf gut bekannt ist. Der Himmel war blau herausgeputzt, die Sonne
am Himmelszelt festgezurrt, ein Empfang, wie er besser nicht sein
konnte. Nur wenn wir die Dünen Richtung Meer
überquerten, wehte doch ein kräftigeres
Lüftchen, damit wir nicht allzu sehr an Strandurlaub erinnert
wurden, denn es gab schon noch einiges zu Üben. Auch Hinrich
Beermann, der sich dankeswerter weise auf dieses Erfahrung eingelassen
hat, sollte noch Gelegenheit haben, sich auf das Zusammenspiel zwischen
Chor und Saxofon einzustellen.
Freitag Abend wurde es dann ernst. Eine recht gut besuchte Kirche in
Zinnowitz erwartete uns und wir sollten nun auch zum ersten Mal das
gesamte Programm erleben. Neben den Chorstücken gab es auch
Musik von Saxofon und Orgel, und es war schon erstaunlich, welche
Töne und Rhythmen Anke Meyer und Hinrich Beermann ihren
Instrumenten entlocken konnten. Einige Klippen hatte der Chor knapp
umschifft, und so konnten wir am Ende entspannt aufatmen, da dass
Publikum doch reichlich Applaus spendete und auch nicht achtlos am
Spendenkörbchen vorbeischlich. Im Gemeindehaus konnten wir den
Abend dann noch entspannt ausklingen lassen und waren nun bestens
für das zweite Konzert in Heringsdorf am folgenden Abend
gerüstet.
Den Sonnabend konnten wir ruhig angehen lassen, da die Probe erst am
Nachmittag in Heringsdorf angesetzt war. Einige nutzten die Zeit, sich
Heringsdorf zu betrachten. Andere genossen Strand und Meer, bis wir uns
in der Kirche von Heringsdorf trafen, um noch mal einige unsichere
Stelle zu proben und uns an die Kirche zu gewöhnen. Vor dem
Konzert gab es dann noch einen Imbiss im Gemeindesaal, bevor wir zum
Konzert in die Kirche wechselten. Auch hier war die Kirche recht gut
besucht, dass Publikum am Ende mit unserer Leistung zufrieden und
wollte ohne Zugaben die Kirche nicht verlassen.
Am Sonntag begleiteten wir dann noch den Gottesdienst in der
Zinnowitzer Kirche, bevor einige dann auch schon wieder Richtung Berlin
aufbrachen. Wer noch ein bisschen mehr Zeit hatte, machte dem Strand
und dem Meer noch einen Abschiedsbesuch, aber dann ging es auch
zurück, dem Wochenanfang entgegen.
Wenn Sie nun neugierig geworden sind, womit wir musikalisch die
Usedomer Kirchen besungen haben, und welche Töne den
Instrumenten entlockt wurden, laden wir Sie herzlich ein, am Freitag,
dem 3. November, ab 20 Uhr in die Magdalenenkirche in der
Karl-Marx-Straße 201 zu eilen, um dort sogar mit noch mehr
Musik verwöhnt zu werden, als es den Usedomern zu Teil wurde.
Der Eintritt ist frei und in den Pausen ist ein Imbiss für Sie
vorbereitet.
Und wenn Sie es denn gar nicht mehr auf Ihrem Stuhl aushalten konnten,
Sie am liebsten auf die Bühne gestürmt
wären, um mitzusingen, dann sind Sie reif für die
Chorprobe, immer freitags um 19.30 Uhr in der Ananiaskirche,
Wilhelm-Busch-Straße 12. Oder melden Sie sich bei unserer
Kantorin, Anke Meyer, Tel.: 499 10 201.
Wir freuen uns auf jeden Fall auf Sie, egal ob Sie uns nur lauschen,
oder mitsingen wollen.
Frank Simon

Rückblick 5: Musiktheater
Sag niemals nie zu Ninive
Am 19. November 2006 war es endlich soweit: Die
Aufführung des Theaterstückes im
Ananias-Gemeindezentrum. Alle von uns, die Schauspieler und Chorleute,
waren schon aufgeregt (Lampenfieber). Wie wird es werden? Wie viel
Leute kommen? Alle waren gespannt. Dann waren wir überrascht,
dass so viele Leute zur Aufführung erschienen sind. Es hat uns
sehr gefreut, dass es so gut angenommen wurde. Das Projekt begann vor
drei Monaten. Es waren zum Teil harte Probearbeiten in dieser Zeit.
Trotzdem war genug Zeit, sich untereinander kennen zu lernen und
näher zu kommen. Unsere Gruppe bestand ja aus Jung und Alt,
eben generationsübergreifend. Das war
äußerst spannend und interessant. Ein ganz
besonderer Dank gilt allen Mitwirkenden, den Schauspielern, Chorleuten,
Technikern, den BühnenbildnerInnen, der Band, unseren beiden
Leiterinnen Silke Hansen (Schauspiel) und Anke Meyer (Musik), sowie den
unzähligen fleißigen Händen im Hintergrund,
ohne die dies alles nicht möglich gewesen wäre. Ein
herzliches Dankeschön gilt auch unserem tollen Publikum, das
uns mit dem tollen Applaus unterstützt hat, und wofür
es sich lohnt, hoffentlich weiter zu machen. Ich hoffe, dass diese
Theatergruppe - Jung und Alt - ihre Fortsetzung findet.
Es grüßt Sie herzlich, Jörg Bermig



