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Informationen über das neue Gemeinde-Logo und die Gestaltung des Siegels.
Das neue Logo/ Signet der neuen evangelischen Kirchengemeinde Rixdorf Leichte Sprache-ButtonDieser Artikel in leichter Sprache...

Das Logo der Kirchengemeinde Rixdorf

Vielen von Ihnen wird es schon aufgefallen sein, das Logo der Evangelischen Kirchengemeinde Rixdorf, das in letzter Zeit auf Briefumschlägen und Briefbögen, Einladungen und anderem aufgetaucht ist. Manch einer hat es nur in seiner schwarz-weiß-Version gesehen. Da stellt es vier ungleichmäßige Vierecke dar, die von vier helleren Wellen durchzogen sind. In der Vierfarbversion sind die liturgischen Farben Grün und Violett sowie zwei Blautöne vertreten, die für das Wasser des Lebens stehen. Für die liturgische Farbe Weiß steht der weiße Untergrund. Die rote Farbe ist nicht direkt, sondern nur im Lila, einem Gemisch aus blau und rot, sozusagen als Leerstelle vertreten. Auf den Drucksachen der Gemeinden wird der Kreis der liturgischen Farben durch weißes Papier, eine dünne rote Linie und die schwarze Schrift geschlossen.

Den Gedanken, die neue Kirchengemeinde unter einem einheitlichen modernen Logo auftreten zu lassen, stammt ursprünglich von Gabriele Fichtenhofer, die im Frühjahr 2005 als Pfarrerin der Tabea-Gemeinde im Fusionsausschuss saß. Der Auftrag für die Entwicklung des Logos wurde der Grafikerin Angelika Dufft übertragen. Ihre Aufgabe war es, ein Logo zu entwerfen, das modern ist und die ehemals vier Kirchengemeinden Ananias, Bethlehem, Magdalenen und Tabea auf ihrem Weg in die Zukunft symbolisieren sollte. Der Gedanke, die im Jahr 2003 mit der Magdalenengemeinde fusionierte böhmisch-lutherische Bethlehemsgemeinde in die Gemeindefusion noch einmal als gleichberechtigte Gemeinde, die mit der Bethlehemskirche auf dem Richardplatz einen eigenen Gemeindestandort lieferte, mit einzubeziehen, erschien nur folgerichtig.

Der Entwurf, den Frau Dufft lieferte, überzeugte den Fusionsausschuss und in der Folge auch die Gemeindekirchenräte. Die vier ungleichmäßigen Quadrate symbolisieren die vier Gemeindestandorte und durch die Farbgebung ihren kirchlichen Auftrag. Durch die Anordnung der Quadrate entsteht ein angedeutetes Kreuz, ebenfalls Hinweis auf die Kirchengemeinde, die unter diesem Kreuz steht und Zeichen für die sich kreuzenden Wege der Kirchengemeinden. Diese Grundform des Logos ist mit Aquarellfarben auf Büttenpapier getuscht worden. Die Form des Aquarells macht das Logo leicht und transparent, die Farben außerdem einzigartig. Das Originalaquarell wurde der Gemeinde von Frau Dufft geschenkt und kann heute in der Küsterei angesehen werden.

Das Aquarell wurde dann digitalisiert und mit den vier Wellen versehen, die noch deutlicher als die vier Quadrate auf die vier Gemeinden auf ihrem Weg in die Zukunft hinweisen. Gleichzeitig ist mit der Unterlegung der vier Quadrate durch die vier Wellen eine Brücke zum von Frau Dufft ebenfalls entworfenen Siegel geschlagen worden, das diese Wellen ebenfalls beinhalten soll, über die dann ein Schiff fährt. Zu diesem Schiff im Siegel stellen die Wasser symbolisierenden Quadrate wieder eine Verbindung her. Sie stehen auch für das Wasser, durch das das Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt. Gerade durch diese Vereinigung von Logo und Kirchensiegel, den bei Auftraggabe niemand für möglich hielt, überzeugt das Logo noch einmal.

Mit dem Schriftzug „Evangelische Kirchengemeinde Rixdorf“ versehen, steht das Logo für eine moderne, aufgeschlossene Kirchengemeinde, die sich ihrer Herkunft aus den vier Gemeinden Ananias, Bethlehem, Magdalenen und Tabea bewusst ist, und die sich hoffnungsfroh auf den Weg in die Zukunft aufgemacht hat.

Cornelia Soldat

Hier folgen demnächst Hinweise zur Verwendung dieses Logos.
       Bis dahin wenden Sie sich bitte per E-mail an das Gemeindebüro

Das neue Siegel der Evangelischen Kirchengemeinde Rixdorf

Artikel In einfacher Sprache

Mit dem Fusionsbeschluss vom 17.6.2005 haben sich die ehemaligen Kirchengemeinden "Ananias", "Tabea" und "Magdalenen und Bethlehem" zu einer fusionierten Kirchengemeinde mit dem Namen "Evangelische Kirchengemeinde Rixdorf" zusammengeschlossen. Der Name "Evangelische Kirchengemeinde Rixdorf" wurde gewählt, weil sich alle Gemeinden auf ihre historischen Wurzeln als evangelische Gemeinden im historischen Rixdorf des 18. und 19. Jahrhunderts besonnen haben. Der Name "Evangelischen Kirchengemeinde Rixdorf" signalisiert außerdem die Bereitschaft der evangelischen Kirchengemeinden, sich in der Region um den Richardplatz, eine kulturell durch Comeniusgarten und Kulturverein und religiös durch die Rixdorfer Kiezökumene geprägten Gemeinschaft im Neuköllner Norden mit all seinen Problemen einzubringen und ihn prägend mitzugestalten.
Eine Fusion von drei Gemeinden ist einzigartig im Kirchenkreis. Dem sollte mit dem Finden eines Themas für das neue Siegel der Kirchengemeinde ebenso Geltung verschafft werden wie der Hoffnung der fusionierten Gemeinde auf eine gute Zukunft. Außerdem sollte der bereits seit längerem mit der Magdalenengemeinde fusionierten böhmisch-lutherischen Bethlehemsgemeinde ein vierter Platz in der Gemeinschaft der fusionierten Gemeinden gegeben werden, was im Siegel einen Ausdruck finden sollte. Dies deshalb, weil die zukünftige Evangelische Kirchengemeinde Rixdorf vier Predigtstätten, Tabea-, Ananias-, Magdalenen- und Bethlehemskirche haben wird.

Ausgangssituation: Die Siegel der alten Gemeinden

Die Siegel der alten Gemeinden Tabea, Ananias und Magdalenen und Bethlehem waren fast alle "sprechend" und hatten folgende Zeichnungen: Magdalena, die Jesus trifft, ein aufgeschlagenes Buch mit eingedruckter Bibelstelle für Tabea, die Ananiaskirche im Bild. Das alte Siegel der böhmisch-lutherischen Bethlehemsgemeinde war ein Kelch, der die Gemeinschaft im Abendmahl symbolisierte. Eine Zusammenstellung all dieser Bilder, Magdalena, die Jesus vor der Ananiaskirche trifft vor dem Hintergrund des aufgeschlagenen Buches der Tabea-Geschichte, in den Händen einen Kelch, wurde als nicht realisierbar verworfen. Stattdessen wurde ein Siegelsymbol gefunden, das symbolisch alle Gemeindegeschichten miteinander vereinigt. Und außerdem einen Verweis auf die Fusion und die evangelische Tradition im böhmischen Rixdorf mit einbezieht.

Das Schiff als Symbol der neuen Kirchengemeinde

Das alle vier Gemeinden und ihre evangelische Tradition vereinigende Symbol wurde in dem Schiff, das auf den Antependien in der Magdalenenkirche zu sehen ist, gefunden. Das Schiff hat, da es als Symbol von dem Antependium genommen wurde, einen deutlichen Rückbezug auf die Magdalenenkirche, aus deren Gemeinden die Gemeinden Tabea und Ananias hervorgegangen sind. Außerdem steht es als "Schiff, das sich Gemeinde nennt" (EG 572) metaphorisch für eine christliche Gemeinde.
Als Reisemittel der Apostel weist das Schiff auf den Missionsauftrag der Kirchen und damit auf die konkrete Situation der Kirchengemeinde Rixdorf im Neuköllner Norden im Jahr 2005 hin, in der es darum geht, die Glieder der Kirche erneut zu sammeln und zu bekehren.
Die Hoffnung der Gemeinde auf eine gute Zukunft in Gott wird durch die mit dem Schiffskörper in einer Symbolik verschmelzenden vier Wellen, die von links nach rechts führen und sich in Gottes Unendlichkeit verlieren, weiter hervorgehoben. Die vier Gemeinden fließen symbolisch mit den Wasserwellen in ein neues Leben.
Gleichzeitig stehen diese vier Wellen für die Kontinuität der vier Predigtstätten - Orten, an denen die Gemeinde ihrem Auftrag, der Verkündigung des Wortes, nachgeht - in der vereinigten Evangelischen Kirchengemeinde Rixdorf. Die Vereinigung der Gemeinden und ihrer Hoffnung auf eine gesegnete Zukunft wird durch das Näherkommen der Wellen und ihr Streben in die Unendlichkeit unterstützt.

Das Beizeichen – konkrete Verortung

Als Beizeichen wurde ein Stern gewählt, der sowohl auf den Stern von Bethlehem verweist als auch auf den Polarstern, der Orientierung bei der Reise gibt. Der Stern von Bethlehem verweist auf die Geschichte der evangelischen Gemeinde in Rixdorf, die mit dem Verkauf der Bethlehemskirche den böhmisch-lutherischen Schwestern und Brüdern konkreten Beistand leistete und sie als Geschwister in Rixdorf aufnahm. Gleichzeitig zeigt er die Kiezökumene an, ohne die es kein so reichhaltiges Leben in der Region geben würde und deren Ziele sich die fusionierte Gemeinde durch ihre Namensgebung gegeben hat.
Als Stern von Bethlehem steht der Stern auch als Fixpunkt für die Völker der Welt (Mt.1), die nun nach Rixdorf kommen und die hier eine neue Heimat finden. Er ist Ausdruck dafür, dass die Gemeinde mit dem interreligiösen Dialog lebt, ihn mitträgt und ihn vorantreiben will. Als Zeichen für den Polarstern gibt der Stern Orientierung auf Gott in einer Zeit, in der Gott immer weniger Bedeutung erhält. Zum Zeichen der unterschiedlichen Pfarrstellen erhält der Stern unterschiedliche Formen: vier-, fünf- und neunstrahlig.

Angelika Dufft und Cornelia Soldat