Archiv Monatssprüche 2010
Gedankensplitter zum Monatsspruch AugustJesus Christus spricht: Ihr urteilt, wie Menschen urteilen, ich urteile über keinen.
Johannes 8,15
Liebe Leserinnen und Leser, da es sich bei diesem Gemeindebrief um eine Doppelausgabe handelt, entfällt die Auslegung zum Moanstsspruch für den Juli.
Liebe Gemeinde,
wie geht es Ihnen mit den Gedanken zu den
Monatssprüchen in unserem Gemeindebrief? Lesen Sie diese
regelmäßig und fühlen Sie sich
angesprochen?
Mir sind die Monatssprüche seit vielen Jahren eine wichtige
Wegweisung und Begleitung geworden. Manchmal empfinde ich sie als
Herausforderung, manchmal reizen sie mich zum Widerspruch und dennoch:
sie erreichen mich immer wieder.
Heute nun möchte ich meine Gedanken zu dem Monatsspruch im
August schreiben. Dort heißt es:
Jesus steht im Streit mit den Schriftgelehrten und Pharisäern,
sie meinen das Zeugnis, dass er von sich selbst abgibt, ist nicht wahr.
Vorausgegangen war, dass Jesus einer Ehebrecherin geholfen hatte, indem
er den Menschen einen Spiegel über ihr Tun vorgehalten hatte.
Und so entkam die Frau einer Steinigung, welche nach dem
üblichen Gesetz Mose vollstreckt werden sollte.
„Sündige hinfort nicht mehr“,
empfahl er der Frau.
Jesus legt vor den Oberen des Volkes Israel sein Zeugnis ab, wer er
wirklich ist. Er weiß woher er kommt und wohin er geht und
darum kann er vor dem Volk Israel bekennen:
Ich
bin das Licht der Welt,
ich bin der Weg die Wahrheit und das Leben, wer die Wahrheit erkennt,
wird frei sein.
Seine Widersacher wissen das alles nicht, sie sehen weder in die
Höhe hinauf, aus der er kommt, noch in die Höhe, zu
der er geht und darum richten sie Jesus nach menschlichen Gesetzen.
Doch Jesus weiß, wie schnell Menschen über Menschen
urteilen.
Liebe Gemeinde, in letzter Zeit gab es viele Kommentare und
Diskussionen über den plötzlichen Rücktritt
des Bundespräsidenten, anfangs noch verhalten, doch dann macht
sich Häme breit. Bissig waren etliche Kommentare, darauf aus,
zu schaden. Und so dachte ich an den Monatsspruch: Ihr urteilt wie
Menschen urteilen, ich urteile über keinen. Wir sollten mit
herzlosen Äußerungen Zurückhaltung
üben, auch wenn Menschen Fehler begehen. Wie hat Jesus zu den
Menschen gesprochen, die
die Frau steinigen wollten? „Wer ohne Fehler ist, der werfe
den ersten Stein.“ (Johannes 8,7b) Es ist das Geheimnis der
Barmherzigkeit Gottes und seiner Vergebung, dass er uns einen Weg aus
der Schuld zeigt.
Barmherzigkeit und Vergebung öffnet wieder verschlossene Tore
und Türen und den Blick für einen neuen Weg.
Ich wünsche Ihnen eine schöne und gesegnete
Urlaubsferienzeit, seien Sie gut behütet!
Ihr Günter Linn




