Archiv Monatssprüche 2010
Gedankensplitter zum Monatsspruch MaiEs ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
Hebräer 11,1
Die Auslegung in diesem Monat bezieht sich auf den Wochenspruch der mit dem Sonntag Kantate beginnenden Woche.
Singt dem Herrn ein neues Lied, denn
er tut Wunder.
Psalm 98,1
Ein Loblied auf das Singen
Am Anfang war das Lied.
Mit Melodien erzählten die Menschen
Geschichten.
Bevor sie schreiben konnten.
Bevor sie lesen konnten.
Geschichten von Gott
und den Menschen.
Schon das Kind im
Mutterleib
hört die Melodien
der Welt.
Bevor es sprechen lernt,
bevor es laufen lernt,
singt es den Klang seiner Muttersprache.
Menschen ‐ geborene Sänger.
Kinderlied, Arie, Arbeiterlied.
Im Singen Mut finden,
Im Singen Schwermut trösten.
Glücklich der Mensch, der Melodien hat.
Der Gesang ist der Spiegel der Seele,
bringt zum Klingen, was Worte nicht
sagen können.
Das Lied spiegelt die Welt des Herzens,
das Herz spiegelt den Klang des Liedes.
Keins kann ohne das andere klingen.
Wer singt wird gehört
und bringt die Luft in Bewegung.
Singend sich mit
anderen verbinden,
singend die Grenzen
der anderen
sprengen.
Zum Ärgernis oder zur Freude der Welt.
Singt dem Herrn eine neues Lied
Denn er tut Wunder.
Ein Wunder der Höhen und Tiefen,
Ein Wunder der Vielfalt und Einheit,
Das Wunder ist das Singen selbst.
Darum: Singt, liebe Gemeinde!
Ihre Pfarrerin Marita Lersner




