Archiv Monatssprüche 2010
Gedankensplitter zum Monatsspruch FebruarDie Armen werden niemals ganz aus deinem Land verschwinden. Darum mache ich dir zur Pflicht: Du sollst deinem Not leidenden und armen Bruder, der in deinem Land lebt, deine Hand öffnen.
5. Mose 15,11
DEIN LAND
Deutschland?
Heimat?
Wohnung?
Familie?
Neukölln?
Kirchengemeinde Rixdorf?
Wo ist das - DEIN LAND?
Da wo es vertraut ist; wo es jemanden gibt,
zu dem ich gehöre; wo ich verstanden
werde; wo ich die Regeln kenne; wo ich
mich auskenne; wo ich einen Platz habe -
MEIN LAND
DEINE PFLICHT
Du sollst!
Dafür bist du verantwortlich!
Das Kind/die Kinder, die Eltern,
die Arbeit, die Gemeinde.
Pflichten habe ich nicht so gern,
Rechte gefallen mir besser.
Doch geht das eine ohne das andere?
Manchmal nehme ich mich auch selbst in
die Pflicht. Ich habe Erwartungen an mich
selber.
Will sie erfüllen -
MEINE
PFLICHT
DEINE NOT LEIDENDEN UND ARMEN
GESCHWISTER
Bettelnde Hände, eine endlos lange Schlange
am Jobcenter, Hartz IV, Laib und Seele,
Einsamkeit.
Armut und Not hat viele Gesichter.
Ich kann mich davor nicht verschließen,
Flucht, Gewalt, Krieg – nicht nur hier im
Land -
MEINE NOT
LEIDENDEN UND
ARMEN GESCHWISTER,
es gibt sie überall auf der Welt.
ARMEN GESCHWISTER,
es gibt sie überall auf der Welt.
DEINE HAND
Nicht verschließen – öffnen,
ja, gebe reichlich,
ja, reich sie zum Friedensgruß,
ja, lass sie zum Segen werden.
Es ist gut, wenn sich DEINE und
MEINE HAND berühren.
Der Text stammt aus dem Abschnitt, wo es um das Erlassjahr geht. Alle sieben Jahre, so will es Gott, soll es einen Schuldenerlass geben. Es soll verhindert werden, dass jemand vollkommen verarmt.
Armut existiert, sie wird wahrgenommen, nicht verdrängt. Und die Verantwortung wird nicht delegiert, sondern jeder/jede ist mit dafür verantwortlich, bessere Zustände herbeizuführen.
In diesem Text werde ich persönlich angesprochen. Nicht das Volk – ICH bin gemeint, ob es mir passt oder nicht. Ich habe eine Verantwortung in unserer Welt.
Vielleicht helfen Ihnen meine Gedankensplitter ein wenig, um zu überlegen, wie und was wir heute tun können.
Es grüßt Sie herzlich, Ihre Christiane Richter




