Archiv Monatssprüche 2010
Gedanken zur Jahreslosung 2010Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich!
Johannes 14,1
Liebe Gemeinde,
erschrecken tun wir uns oft. Erschreckend
sind z. B. die Nachrichten, die uns in den
Medien immer wieder erreichen: Krieg,
Gewalt, Terror, Katastrophen, Klimawandel,
Wirtschaftskrise. Wer bekommt es
da nicht mit der Angst zu tun?
Persönliches kommt oft dazu, das niederschmetternde
Ergebnis der letzten Gesundheitsuntersuchung,
das Kündigungsschreiben
des Arbeitgebers, das Scheitern
einer Ehe oder die nicht bestandene Prüfung.
In solchen Situationen fragen wir
manchmal: Wo ist Gott? Hat er uns verlassen?
Sind wir ganz allein auf uns
gestellt? Wir erschrecken wie ein Kind, das
im Wald die Orientierung verloren hat
und hilflos nach seinen
Eltern schreit.
Die Jahreslosung ist
den Abschiedsreden
des Johannesevangeliums
entnommen. Jesus bereitet seine
Jünger auf seinen Weggang vor. Sie
werden ihn nicht mehr sehen und Angst
und Schrecken wird über sie kommen.
Jesus weiß das, aber er macht ihnen Mut,
trotz Allem an ihrem Glauben festzuhalten.
Dieser Glaube an Gott und ihn
selbst wird ihnen Kraft geben, auch in den
dunkelsten Stunden den Mut nicht zu
verlieren. Gott ist da, auch wenn er im
Augenblick verborgen scheint. Haltet fest
am Glauben gegen allen Augenschein und
erschreckt euch nicht.
Wir stehen am Beginn eines neuen Jahres.
Das alte haben wir hinter uns gelassen.
Haben wir es wirklich hinter uns gelassen?
Vieles hängt uns noch an. Vieles auch, was
uns erschreckt hat und noch lange nicht
verarbeitet ist. Hier mag uns die Jahreslosung
von 2010 sagen: Nehmt Abschied
von dem, was war und uns erschreckt hat.
Legt es Gott zu Füßen, glaubt an ihn,
glaubt daran, dass er zur Ruhe bringen
kann, was uns noch bewegt und unser
Herz beschwert.
Dann aber gehen wir hinein in ein neues
Jahr, das noch wie ein unbeschriebenes
Blatt vor uns liegt. Was wird es bringen?
Auch im neuen Jahr wird es Manches
geben, was uns Angst macht, Manches,
was wir mit hinüber genommen haben,
weil es eben noch nicht abgehakt ist, und
Manches auch, wovon wir heute noch
keine Ahnung haben.
Der Beginn eines
neuen Jahres ist mit
einer gewissen Neugier
verbunden, aber in
die Neugier mischt sich immer auch ein
wenig Angst. Wird uns gelingen, was wir
uns vorgenommen haben? Wird das neue
Jahr ein gutes, erfolgreiches, wie wir es uns
gegenseitig zu Beginn wünschen, oder
sind wir am Ende doch wieder gescheitert?
Wie dem auch sei – wichtig in Allem ist,
dass wir den Glauben an Gott nicht
verlieren, der uns in Jesus Christus seine
Liebe offenbart hat. Er ist da, auch wenn
wir ihn nicht sehen. Darum: Herz,
erschrecke nicht, glaube an Gott und
glaube an Jesus Christus. Er ist da, selbst
dort, wo wir ihn nicht vermuten.
Es grüßt Sie herzlich
Ihr Jürgen Fuhrmann



