Archiv Monatssprüche 2009
Gedanken zum Monatsspruch Dezember 2009Gott spricht: Ich will euch erlösen, dass ihr ein Segen sein sollt. Fürchtet euch nur nicht und stärkt eure Hände!
Sacharja 8,13
„Ihr sollt ein Segen sein!“ Schlicht,
direkt und eindeutig ist der Kern
unseres Monatsspruches. Es gibt die
Erfahrung, dass er Wirklichkeit wird
und wir für Andere zum Segen werden.
Es gibt auch die andere Erfahrung, dass
uns etwas im Weg ist,
einander zum Segen
zu werden. Was hindert
uns daran?
1. Die Furcht
Vor wenigen Tagen
haben 150 Jugendliche unseres Kirchenkreises
in der Hephathagemeinde
zusammen Gottesdienst gefeiert. Da ist
dieser Satz auch gefallen: Fürchtet euch
nicht!
Die Jugendlichen haben ihn einander
zugerufen angesichts der Erfahrung,
dass sie lächerlich gemacht werden und
sich mit negativen Vorurteilen auseinandersetzen
müssen, sobald sie sich als
Glaubende outen. „Glauben ist fundamentalistisch
und unmodern.“, „Wozu
brauche ich Gott, ich komme in meinem
Leben gut allein zurecht.“, „Was Du
glaubst an Gott? – Du bist doch eigentlich
sonst ganz vernünftig …“,
„Religion
will die Menschen doch nur dumm
halten.“ – solche Stimmen begegnen den
Jugendlichen in ihrem Alltag. Ähnliche
Sätze hören wir in Neukölln wahrscheinlich
in jedem Alter. Nicht immer
perlen sie an uns ab. Sie können uns
auch verunsichern, einschüchtern oder
verärgern. Dann ist es gut, sich diesen
Zuspruch sagen zu lassen: „Fürchtet
euch nicht!“
Erst wenn die Furcht uns nicht mehr
behindert, können wir den ersten Teil
des Monatsspruches für Dezember
hören: Du sollst ein Segen sein!
Und das heißt doch: Ich, Gott, baue auf
Dich. Du bist wer! Ich traue Dir etwas
zu!
Ihr sollt ein Segen
sein! Da ist noch
etwas aAnderes, das
uns im Weg sein
kann. Was hindert
uns, Anderen zum
Segen zu werden?
2. Wir selbst
Wir stehen uns manchmal selbst im Weg
– wir stehen Gott im Weg. Wenn wir nur
um uns selbst kreisen; wenn wir uns
nichts zutrauen; oder auch wenn wir uns
zuviel zutrauen und uns übernehmen.
Es gibt viele Gründe, die uns davon
abhalten, Anderen zum Segen zu
werden. Dieser Seite unserer selbst gilt
der erste Teil des Monatsspruches: „Gott
spricht: Ich will Dich erlösen!“ Ich will
Dich befreien von Allem, das Dich von
mir trennt und Dir einen guten Weg
zeigen, einen Weg des Heils.
Wenden wir uns in diesem Advent Gott
zu, der uns das verspricht – und der
Zuspruch wird Wirklichkeit werden:
Ihr seid ein Segen!
Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit
wünscht Ihnen
Ihre Pfarrerin Marita Lersner



