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Archiv - Texte und Gedanken zu der Losungen und Monatssprüchen

Archiv Monatssprüche 2009

Gedanken zum Monatsspruch Mai 2009

Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben. 
 Apostelgeschichte 4,20

Liebe Gemeinde,
der Monatsspruch für Mai 2009 redet von den Aposteln kurz nach Pfingsten. Obwohl sie Repressionen zu erwarten hatten, konnten sie es nicht lassen, von dem zu reden, was sie gehört und gesehen hatten. Der Heilige Geist hatte die Jünger befähigt, Gott durch ihr Reden zu loben. Im Buch der Sprüche steht der Vers: „Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.“
Geht auch uns der Mund über vom Lobe Gottes? Leider sind wir da sehr zurückhaltend, obwohl auch wir Gott jederzeit zu loben haben. Egal wie gut oder wie schlecht es uns geht, Gott ist immer bei uns und beschützt und bewahrt uns, auch wenn es manchmal schwer fällt, dies zu glauben.
Dazu ist mir wieder ein Lied eingefallen – es steht unter der Nummer 288 im Evangelischen Gesangbuch und ist eine Nachdichtung von Psalm 100.

Nun jauchzt dem Herren alle Welt! Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt, kommt mit Frohlocken, säumet nicht, kommt vor sein heilig Angesicht.

Erkennt, daß Gott ist unser Herr, der uns erschaffen ihm zur Ehr, und nicht wir selbst, durch Gottes Gnad ein jeder Mensch sein Leben hat.

Er hat uns ferner wohl bedacht und uns zu seinem Volk gemacht, zu Schafen, die er ist bereit zu führen stets auf gute Weid.

Die ihr nun wollet bei ihm sein, kommt, geht zu seinen Toren ein mit Loben durch der Psalmen Klang zu seinem Vorhof mit Gesang.

Dankt unserm Gott, lobsinget ihm, rühmt seinen Namen mit lauter Stimm, lobsingt und danket allesamt! Gott loben, das ist unser Amt.

Er ist voll Güt und Freundlichkeit, voll Lieb und Treu zu jeder Zeit; sein Gnad währt immer dort und hier und seine Wahrheit für und für.

Gott Vater in dem höchsten Thron und Jesus Christ, sein eig’ner Sohn, samt Gott, dem werten Heilgen Geist, sei nun und immerdar gepreist.

Text: David Denicke 1646 nach Cornelius Becker 1602.
Strophe 7, Lüneburg 1652


Dieses Lied wurde in schweren Zeiten geschrieben, kurz vor und kurz nach dem Ende des 30-jährigen Krieges, und dennoch spricht es nur vom Lobe Gottes. So wollen auch wir Gott loben, denn „Gott loben, das ist unser Amt.“ (Strophe 5)

Einen gesegneten Monat Mai wünscht Ihnen
Ihr Günter Zante



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