Archiv Monatssprüche 2009
Gedanken zum Monatsspruch April 2009Gott hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderung, die uns anklagten, aufgehoben.
Kolosser 2,14
Liebe Gemeinde,
nehmen Sie sich doch die Zeit und lesen einmal das ganze 2. Kapitel des
Kolosserbriefes bis zu unserem Monatsspruch. Es ist ein relativ
unbekannter Text. Ich will versuchen, den Monatsspruch aus dem
Zusammenhang des Textes heraus zu verstehen. Der Apostel Paulus hat
große Sorgen um die kleinen christlichen Gemeinden in
Griechenland und Kleinasien. Er hat die Befürchtung, dass sich
die jungen Gemeinden von Irrlehrern beeinflussen lassen und den
Irrlehren mehr glauben könnten als der frohmachenden
Botschaft, die er ihnen so zäh beibrachte. Der Apostel
erinnert die Gemeinden an ihr bisheriges Leben nach den alten Gesetzen
und Lehren. Diese haben die Gemeinde sehr belastet und sie immer wieder
in Schuld gebracht. Erst durch die Taufe und den Glauben an den
auferstandenen Christus wurden sie von ihrer Schuld frei und in die
Gemeinschaft der Gnade Gottes angenommen. Sollten sie diesen Glauben
verlassen und den fremden Lehren, die wieder neue Gesetze und
Forderungen auferlegen, nachlaufen? Davor wollte Paulus sie bewahren.
Die Schuld der Menschheit ist ein für allemal durch Jesus am
Kreuz getilgt. Alle Forderungen gegen uns und alle Anklagen sind ein
für allemal aufgehoben. Dass Jesus für uns gestorben
ist und sein Tod unsere Sünden gesühnt hat, ist eine
zentrale Aussage des christlichen Glaubens. Sie wird aber heute leider
kaum noch verstanden. Es ist im Grunde auch ein Geheimnis des
Glaubens, warum Gott so handelte.
Zunächst gedenken wir in der Karwoche an das Leiden und Sterben Jesu und versuchen zu
verstehen, was dieses Leiden und Sterben für uns bedeutet.
Dann aber feiern wir mit dem Osterfest die Auferstehung Jesu.
Wäre Jesu nur gestorben, es wäre alles beim alten
geblieben. Nun aber glauben wir an die Auferstehung und wissen: Gott
hat unseren Schuldschein zerrissen. Nichts mehr kann uns trennen von
ihm, keine Sünde, keine Forderung, kein Gesetz.
In unserer Rixdorfer Gemeinde werden zu Ostern wieder an allen vier Standorten
Gottesdienste gehalten. Feiern Sie mit uns, weil Gott uns aus der Enge
der Schuld und des Todes in die Weite des Lebens geführt hat.
Ich wünsche Ihnen gesegnete Tage und seien Sie gut
behütet,
Ihr Günter Linn



