Archiv Monatssprüche 2008
Gedanken zum Monatsspruch OktoberDu machst fröhlich, was da lebt im Osten wie im Westen.
Psalm 65,9
Liebe Gemeinde,
der Monatsspruch für den Oktober weist uns auf das
Erntedankfest hin. Dies wird besonders deutlich,
wenn wir den Psalm weiterlesen. In Vers 10 heißt es
nämlich: Du suchst das Land heim und
bewässerst es und machst es sehr reich. Gottes
Brünnlein hat Wasser die Fülle. Du
lässest ihr Getreide gut geraten, denn so baust du das Land.
Der Dichter Matthias Claudius hat unsere Dankbarkeit für die
Ernte in seinem Erntedanklied hervorragend
ausgedrückt; darum möchte ich es hier zitieren.
1. Wir pflügen, und wir streuen den Samen auf das Land,
doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand:
der tut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf
und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!
2. Er sendet Tau und Regen und Sonn- und Mondenschein,
er wickelt seinen Segen gar zart und künstlich ein
und bringt ihn dann behende in unser Feld und Brot:
es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott.
Alle gute Gabe ...
3. Was nah ist und was ferne, von Gott kommt alles her,
der Strohhalm und die Sterne, der Sperling und das Meer.
Von ihm sind Büsch und Blätter und Korn und Obst von
ihm,
das schöne Frühlingswetter und Schnee und
Ungestüm.
Alle gute Gabe ...
4. Er läßt die Sonn aufgehen, er stellt des Mondes
Lauf;
er läßt die Winde wehen und tut den Himmel auf.
Er schenkt uns so viel Freude, er macht uns frisch und rot;
er gibt den Kühen Weide und unsern Kindern Brot.
Alle gute Gabe ...
Evangelisches Gesangbuch 508; Text: nach Matthias Claudius 1783
[P.S.: Im Oktober dürfen wir im Osten wie im Westen
fröhlich sein über das Geschenk der
deutschen Einheit, das wir am 3. Oktober feiern.]
Einen gesegneten Monat Oktober wünscht Ihnen
Ihr Günter Zante



