Archiv Monatssprüche 2007
November 2007Monatsspruch November 2007:
Wer das Gute tun kann und es nicht tut, der sündigt.
Jakobus 4,17
Was ist das für ein erschütternd ernstes Wort! Wie zerbricht es unsern Stolz! Also nicht das allein ist Sünde, was ich Böses getan oder geredet oder gedacht habe; sondern auch das ist Sünde, was ich Gutes zu tun unterlassen habe. Wie wächst da die Summe der Sünde ins Riesengroße! Jeder, dem ich hätte helfen können, und ich hab‘ ihm nicht geholfen, verklagt mich vor Gott. Jeder, den ich hätte trösten können, und ich hab‘ ihn ungetröstet gelassen, kann gegen mich auftreten vor Gottes Gericht.
Was sollen wir daraus lernen? Nichts anderes als dies: Schärfe deine Augen für die Not; mache dein Herz warm in der Liebe; kaufe die Zeit aus im Gutes tun; laß keine Gelegenheit ungenützt vorüber gehen; auch durch Undank laß dich nicht erbittern; mach dich fest in deinem himmlischen Beruf: du sollst ein Segen sein!
Wir selber haben den größten Segen davon. Wir erleben es ja alle Tage: Wer nur an sich selber denkt und nur für sich selber sorgt, der wird zum Sonderling, von Jahr zu Jahr wird er mürrischer und bitterer; schließlich wird er sich selbst zur Last. Wer aber Gutes tut und Freundlichkeit erweist, dem wird immer sonniger ums Herz; so einsam auch sein Leben werden mag, er ist doch nie allein und verlassen. Was er als Segenssaat ausstreut, wächst als viel reichere Segensernte ihm zu schon hier im Leben, wohl noch mehr aber in der Ewigkeit.
Wer das Gute tun kann, der tue es auch.
gefunden in „Trost und Kraft“ - Tägliche Andachten
Superintendent Dr. Paul Conrad, Berlin 1909
Mit der Choralstrophe:
Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen,
und lehre du mich selber tun nach deinem Wohlgefallen.
EG 451; Text: Christian Fürchtegott Gellert 1757
Melodie: um 1570, bei Michael Praetorius
grüßt Sie
Ihr Günter Zante



