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Archiv - Texte und Gedanken zu der Losungen und Monatssprüchen

Archiv Monatssprüche 2006

Der Monatsspruch für Dezember 2006:
Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils.     Jesaja 12,3

Liebe Gemeinde,
Wasser ist lebensnotwendig. Nicht alle Völker haben das Privileg, ständig frisches Wasser aus der Wasserleitung zu bekommen. In manchen Ländern müssen die Menschen einen langen Weg zurücklegen, um ihre Wasserkrüge füllen zu können. Eine Freude ist das nicht, und doch eine Notwendigkeit, denn ohne Wasser ist Leben nicht möglich. Diese Menschen könnten vielleicht besser verstehen, welche Verheißung in diesem Wort liegt.

Der Monatsspruch ist Teil eines Dankliedes aus dem Jesajabuch. Es ist das „Danklied der Erlösten“. Der Dichter richtet darin die Gedanken des Volkes Israel auf den Tag, an dem es von der Last der gegenwärtigen Knechtschaft und Zerstreuung unter die Völker befreit sein wird und das umfassende Heil Gottes erfährt. Dann werden sie sich nicht mehr fürchten, dann werden sie singen und Gott loben, dann werden sie leben aus der Fülle Gottes und „Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils“. Dieser Ausblick in die Zukunft macht dem Volk Gottes Mut.

Viele Male begegnet uns in den Psalmen und in der Prophetie Israels die Rede vom Wasser als dem Sinnbild für Gottes Geist. Jeremia nennt Gott die lebendige Quelle, die Götzen aber die Zisternen, die kein Wasser geben. Der 36. Psalm preist den Reichtum der Güte Gottes und spricht davon, dass  Gott die Menschenkinder mit Wonne wie mit einem Strom tränkt: „Denn bei dir ist die Quelle des Lebens“

Wasser, Sinnbild für Gottes Geist. Wie das Wasser notwendig ist für alles Leben, so ist der Mensch auf Gottes Geist angewiesen, wenn Leben gelingen soll. Diese Quelle des Lebens schien dem Volk in der Knechtschaft versiegt zu sein. Trauer und Resignation hatten sich breit gemacht. Auch uns mag Gottes Geist manchmal versiegt zu sein. Unserem Leben fehlt Kraft, unserem Glauben Überzeugung, unserer Liebe das Feuer. Aber die Verheißung des Monatsspruchs will uns darin gewiss machen, dass Gott seinen Geist nicht zurückgezogen hat, sondern dass er wieder sprudeln wird wie eine lebendige Quelle.

Jesus, dessen Geburtstag wir Weihnachten feiern, nimmt das Bild aus Jesaja auf und bezieht es auf sich selbst. „Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke.“ Mehr noch: wer im Glauben an Jesus bleibt und ihm nachfolgt wird selbst zur Quelle, denn: „Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen“ (Joh. 7,28). Schöpfen wir doch aus der Quelle des Heils! Schöpfen wir aus Gottes Geist! Und geben wir weiter, was wir selbst empfangen haben!

Es grüßt Sie herzlich, Ihr Jürgen Fuhrmann



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