Archiv Monatssprüche 2006
Der Monatsspruch für November 2006:Gott spricht: Seht, ich mache alles neu.
Offenbarung 21,5
Liebe Leserin, lieber Leser,
im Monat November, mit dem das Kirchenjahr zu Ende geht, richten sich unsere Gedanken auf unsere im Zeugnis der Bibel begründeten Hoffnungen für die Zukunft. Im vorletzten Kapitel der Offenbarung des Johannes, dem letzen Buch der Bibel, finden wir den Monatsspruch für den November: „Seht, ich mache alles neu“. Diese Zusage Gottes spannt einen gewaltigen Bogen vom Anfang der Bibel zu ihrem Ende. Berichtet die Bibel in ihrem ersten Kapitel davon, dass Gott durch sein Wort Himmel und Erde erschaffen und alles, was ist, ins Dasein gerufen hat, so verheißt Gott am Schluss nichts Geringeres als eine neue Schöpfung, „einen neuen Himmel und eine neue Erde“ (Offenbarung 21,1).
Aber bedeutet das nicht, dass alles Alte abgetan, weggeworfen, vernichtet werden soll? Bedeutet das nicht, dass es auch mit uns Menschen der „alten“ Schöpfung einmal vorbei ist? Erstaunlicherweise nein! Denn mitten in seine neue Schöpfung hinein setzt Gott „die heilige Stadt, das neue Jerusalem“ (Vers 2), wo er mitten unter den Menschen Wohnung nehmen will. Er hat seine Menschen nicht zur Vernichtung bestimmt, sondern will näher bei ihnen sein, denn je. „Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen“; Tod, Trauer, Klage und Mühsal sind Vergangenheit (Vers 4).
Die großartigen Visionen, die uns der Seher Johannes in seiner Offenbarung überliefert, waren vor Missdeutungen und Spekulationen nicht immer gefeit. Sie sind aber deshalb kein Hirngespinst, weil auch sie sich zuerst und vor allem zu Jesus Christus bekennen, den uns das ganze Neue Testament als den neuen Menschen schlechthin, als den Erstling der neuen Schöpfung Gottes bezeugt. In ihm hat sich Gott uns als Bruder an die Seite gestellt. So haben die Menschen des Neuen Testaments in seiner Zuwendung in Wort und Tat erfahren, was Gottes Zusage bedeutet: „Ich mache dich neu.“ Jeder, der sich zu Jesus Christus bekennt und sein Leben an seinen Worten und Taten ausrichtet, wird schon in diesem Leben Zeichen der neuen Schöpfung Gottes entdecken. Und auch wenn wir Tod und Vergänglichkeit immer wieder als bedrohlich erfahren, dürfen wir hoffen dass Gottes Zusage am Ende auch für uns gilt: „Seht, ich mache alles neu.“
Es grüßt Sie herzlich Ihr Gottfried Hülsen



